
Die Geschichte vom mutigen Sternenstier
Ausmalbild für Kinder
⭐ Die Geschichte vom mutigen Sternenstier
Es war einmal, hoch oben am dunklen Nachthimmel, ein großer, freundlicher Stier aus Sternen. Alle
nannten ihn Taurus, aber seine Freunde sagten einfach der Sternenstier.
Der Sternenstier hatte ein besonders leuchtendes Auge. Das war Aldebaran, ein warm glühender,
orangefarbener Stern. Aldebaran passte immer gut auf, denn er war der Wächter des Stiergesichts.
Eines Abends bemerkte Aldebaran etwas: „Schaut mal, meine lieben Hyaden!“, rief er. Die Hyaden,
das waren viele kleine Sterne, die zusammen wie ein großes V aussahen – genau die Form des
Stierkopfes. Sie funkelten neugierig zurück.
„Was ist los?“, fragte einer der kleinen Hyaden-Sterne. „Ich glaube, unsere Freunde, die Plejaden,
brauchen Hilfe!“, sagte Aldebaran.
Die Plejaden, auch das Siebengestirn genannt, waren sieben junge, fröhliche Sternenschwestern. Sie
tanzten oft zusammen am Himmel und lachten so hell, dass man sie sogar von der Erde aus gut sehen
konnte.
Doch heute wirkten sie ein bisschen ängstlich. „Was ist passiert?“, brummte der Sternenstier
freundlich und beugte seine großen Sternhörner zu ihnen hinunter.
„Der Wind des Himmels hat uns auseinandergepustet!“, rief eine der Schwestern. „Wir haben Angst,
uns zu verlieren!“
Der Sternenstier lächelte. „Keine Sorge. Ich bin stark und bleibe immer hier. Wenn ihr euch an
meinem hellen Auge orientiert, findet ihr euch wieder.“
Die Plejaden nickten erleichtert. Und tatsächlich: Mit Aldebarans warmem Leuchten fanden sie sich
schnell wieder zusammen und tanzten weiter ihren funkelnden Reigen.
Seit diesem Tag wissen alle Sterne am Himmel: Wenn man sich verirrt oder unsicher fühlt, kann man
sich auf den Stier verlassen. Sein Auge leuchtet hell, seine Hörner zeigen den Weg, und seine
Sternenfreunde – die Hyaden und die Plejaden – erinnern daran, dass niemand allein ist.
Und so steht der Sternenstier Nacht für Nacht am Himmel, stark, freundlich und voller Licht.
Sternbild Stier
Wissenswertes